Campagna LILT Ottobre Rosa 2026

Rosa Oktober 2026: LILT Bozen setzt erneut auf Brustkrebsvorsorge

Focus sull’importanza dell’autopalpazione come il “primo passo”

Brustkrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Italien, zugleich aber jene, bei der die Früherkennung die Behandlungsaussichten am tiefgreifendsten verändert hat. Hier setzt „LILT for Women – Nastro Rosa“ an, die Kampagne, mit der die Italienische Liga für Krebsbekämpfung (Lega Italiana per la Lotta contro i Tumori) den gesamten Monat Oktober begleitet. Die Ausgabe 2026 steht bezeichnenderweise unter dem Motto „Der erste Schritt“ und rückt damit den Wert der Selbstuntersuchung in den Blickpunkt. „Sie zu kennen und anzuwenden, sie aber auch weiterzugeben und als gesunde Gewohnheit zu fördern“, erklärte der Präsident der LILT Bozen, Ivo Gentilini, „ist von wesentlicher Bedeutung, um mögliche Auffälligkeiten rechtzeitig zu bemerken. So wird sie zur ersten und wirksamsten Vorsorgemaßnahme.“ Eine Routine, die tatsächlich viel bewirken kann, die jedoch, wie der Mediziner betonte, „unbedingt auch von brustärztlichen Untersuchungen, regelmäßigen Kontrollen und Screenings begleitet werden muss. Als LILT Bozen“, so Gentilini weiter, „beteiligen wir uns aktiv am rosa Vorsorgemonat und weisen darauf hin, dass die Zahlen in unserem Land zwar ein hohes Bewusstsein und konkrete Fortschritte belegen, es aber noch Verbesserungspotenzial gibt. Einerseits gilt es, den erreichten hohen Standard zu halten – ein Ergebnis, auf das wir zu Recht stolz sein dürfen –, andererseits dürfen wir in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen. Wir müssen jene Frauen erreichen, die die Bedeutung der Vorsorge noch unterschätzen, und zugleich“, unterstrich Gentilini, „sicherstellen, dass auch die jungen Generationen sie voll und ganz verstehen, die jungen Männer eingeschlossen.“ Auch aus diesem Grund organisiert die LILT Bozen anlässlich des Rosa Oktobers einige kostenlose Treffen, die eigens dazu dienen, die Selbstuntersuchung zu erlernen. Sobald sie starten, wird eine Krankenpflegerin der Breast Unit allen Interessierten Körperhaltung, Handgriffe, die beim Abtasten zu beachtenden Merkmale sowie die richtigen zeitlichen Abstände erklären und gerne auch auf Fragen und Unsicherheiten eingehen.

Für 2026 werden rund 60.000 Brustkrebsfälle erwartet; damit bestätigt sich, dass eine von sieben Frauen im Laufe ihres Lebens daran erkranken kann. Auf der anderen Seite liegt die Fünfjahresüberlebensrate bei über 88 Prozent, und die Sterblichkeit sinkt seit dem Jahr 2000 stetig. Hervorzuheben ist allerdings, dass sich 40 Prozent der Fälle durch einen gesunden Lebensstil vermeiden ließen, indem man bei Übergewicht, Bewegungsmangel, Ernährung, Alkohol und Rauchen ansetzt. Was die entscheidende Rolle der Kontrollen betrifft: In Südtirol, wo das Mammographie-Screening seit mehreren Jahrzehnten angeboten wird, nehmen rund 60 Prozent der Frauen daran teil, einschließlich jener, die sich aus eigener Initiative untersuchen lassen. Lobenswerte Zahlen, die jedoch nicht jene 8 Prozent der Frauen vergessen lassen dürfen, die sich offenbar noch nie einer Mammographie unterzogen haben – nicht selten in der Überzeugung, sie nicht zu brauchen, oder, schlimmer noch, aus Angst vor dem Ergebnis. Hinzu kommt der Brustkrebs beim Mann: selten, aber real, und in Sachen Vorsorge viel zu lange kaum beachtet. Für Männer gibt es aufgrund der geringen Fallzahlen keine Screening-Programme; gerade das Fehlen eigener Vorsorgewege in Verbindung mit einem geringen Bewusstsein begünstigt jedoch gefährlich späte Diagnosen. Die Signale des eigenen Körpers sollten daher ebenso wenig vernachlässigt werden wie eine mögliche familiäre Vorbelastung.

„Der Oktober erinnert uns jedes Jahr an eine Wahrheit, die die Medizin inzwischen klar belegt hat: Eine rechtzeitige Diagnose verändert das Schicksal vieler Menschen“, betonte der LILT-Präsident. „Sensibilisieren heißt, Angst und Scham abzubauen, die noch heute dazu führen, dass ein Arztbesuch aufgeschoben wird. Ich appelliere an alle Frauen in unserem Land, den Einladungsschreiben zum Screening zu folgen, regelmäßig die Selbstuntersuchung durchzuführen und sich beim ersten Zweifel vertrauensvoll an Ärztinnen, Ärzte und Gesundheitseinrichtungen zu wenden. Vorsorge ist eine Investition in sich selbst und in die Menschen, die uns lieben. Und unser Verein steht dank des wertvollen Einsatzes der Ehrenamtlichen“, so Gentilini abschließend, „jeder Einzelnen von ihnen zur Seite.“