Nüsse und Schalenfrüchte: die verborgene krebshemmende Kraft der guten Fette

Noci e tumori: i benefici dell’eccellente profilo nutrizionale nella prevenzione dei tumori e durante le terapie oncologiche

Die Ernährungsgeschichte der ölhaltigen Schalenfrüchte hat etwas beinahe Paradoxes: Jahrzehntelang wurden sie wegen ihres hohen Kaloriengehalts verteufelt, später wurden sie als eines der nährstoffreichsten Lebensmittel neu bewertet. Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Paranüsse, Cashewkerne: Jede von ihnen besitzt ihr eigenes biologisches Profil, doch alle zeichnen sich durch außergewöhnliche Eigenschaften für die menschliche Gesundheit aus, einschließlich, laut einigen Untersuchungen, der onkologischen Gesundheit. Besonders die Walnuss (Juglans regia) gehört in diesem Zusammenhang wahrscheinlich zu den am besten untersuchten.

Walnüsse enthalten Alpha-Linolensäure (ALA), eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure, in höheren Konzentrationen als jede andere Schalenfrucht. Außerdem enthalten sie Vitamin E, ein starkes fettlösliches Antioxidans, Polyphenole wie Ellagsäure, Phytosterole, Melatonin, ja, genau jenes Element, das erholsamen Schlaf begünstigt, aber auch Arginin und Magnesium. Paranüsse wiederum zeichnen sich durch ihren außergewöhnlich hohen Selengehalt aus: Eine einzige Nuss liefert die gesamte empfohlene Tagesdosis.

Was bewirkt es, jeden Tag Nüsse zu essen?

Der WCRF (World Cancer Research Fund) zählt Schalenfrüchte in seinem Bericht über Lebensstil und Krebs zu den Lebensmitteln, die aus präventiver Sicht regelmäßig verzehrt werden sollten. Verschiedene epidemiologische Studien hätten zudem umgekehrte Zusammenhänge zwischen ihrem Verzehr und dem Risiko für Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Brustkrebs gezeigt. Eine 2011 veröffentlichte Untersuchung hätte insbesondere gezeigt, dass der regelmäßige Verzehr von Walnüssen in Tiermodellen das Wachstum von Prostatatumoren verlangsamt. Die durch diese ölhaltigen Früchte ausgelösten Mechanismen würden sich insbesondere auf die Verringerung systemischer Entzündungen, die Modulation der „IGF-1-Signalwege“ (der anabolen Lösung zur Stimulierung der Zellproliferation) sowie auf die bereits erwähnte antioxidative Aktivität der Polyphenole beziehen.

close-up di una ciotola di noci del brasile

Schalenfrüchte und onkologische Therapien: der besondere Beitrag von Selen

Selen, ein essentielles Spurenelement für die Funktion und Aktivierung wichtiger antioxidativer Enzyme, der „Selenoproteine“, verdient einen eigenen Abschnitt. Ausreichende Mengen dieses Elements wurden in zahlreichen epidemiologischen Studien mit einer Verringerung des Risikos für Darm-, Prostata- und Lungenkrebs in Verbindung gebracht. Paranüsse, die, wie bereits erwähnt, die selenreichsten harten Schalenfrüchte sind, zeichnen sich auch als Lebensmittelquelle mit der höchsten Konzentration aus: 1 bis 2 Nüsse pro Tag reichen aus. Mehr als 5 bis 6 pro Tag können hingegen sogar zu einer Vergiftung führen. Bei Patientinnen und Patienten unter Chemotherapie kann Selen dazu beitragen, die oxidative Toxizität einiger zytotoxischer Medikamente zu verringern, doch wie immer ist eine individuelle Abklärung mit der behandelnden Onkologin oder dem behandelnden Onkologen notwendig.

Come è meglio scegliere le noci e la frutta a guscio per avere dei benefici?

Roh und ungesalzen: Längeres Rösten reduziert nämlich den Vitamin-E-Gehalt und verändert die ungesättigten Fette. Eine Portion von 30 g, also eine Handvoll, pro Tag gilt in den meisten Leitlinien als optimale Menge. Sie eignet sich hervorragend als Snack, aber auch als Zutat für Salate, Joghurt, Suppen oder Getreidegerichte. Sie sollten kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden, um das Ranzigwerden der ungesättigten Fette zu vermeiden.

EINFACHE REZEPTE MIT WALNÜSSEN WÄHREND DER THERAPIEN

Rucolasalat mit Granatapfel, Walnüssen und Parmesan

Zutaten für 2 Personen:

100g di rucola fresca, 40g di gherigli di noce (non salati), semi di mezzo melograno, 20g di parmigiano reggiano a scaglie, 1 cucchiaio di aceto balsamico di qualità, 2 cucchiai di olio extravergine d’oliva, sale e pepe nero.

Zubereitung:

Den Rucola waschen und gut trocknen. In einer großen Schüssel mit den grob von Hand zerkleinerten Walnusskernen, den Granatapfelkernen und den Parmesanspänen vermengen. Öl, Balsamico-Essig, Salz und Pfeffer zu einer Emulsion verrühren. Erst im letzten Moment würzen. Sofort servieren. Dieser Salat ist reich an guten Fetten (Walnüsse), Antioxidantien (Granatapfel, Rucola), Kalzium und Proteinen (Parmesan). Besonders geeignet als Vorspeise oder leichtes Hauptgericht an Tagen mit gutem Appetit während oder nach der Therapie.

Disclaimer

Nessun alimento ha proprietà terapeutiche. Le informazioni contenute in questo articolo hanno finalità divulgative e non sostituiscono il parere medico. In caso di patologia oncologica, ogni modifica dell’alimentazione deve essere concordata con il proprio oncologo o dietista.

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Dr.in A. Sagrawa
Dietista dell’ambulatorio di nutrizione oncologica della LILT Bolzano