Am kommenden 31. Mai findet der von der WHO ausgerufene „Weltnichtrauchertag“ statt. Wie jedes Jahr nutzt LILT diese Gelegenheit, um Bilanz zum Thema der Nikotinsucht – der wichtigsten vermeidbaren Todesursache – zu ziehen.
„Ziel ist es, den Rauchern die Gefährlichkeit der Sucht vor Augen zu führen, in der Hoffnung, dass sie zumindest an diesem Tag nicht rauchen oder, noch besser, den Entschluss fassen, endgültig damit aufzuhören“, so Ivo Gentilini, Präsident der LILT Bozen.
Statistiken zufolge raucht in Italien jeder vierte Erwachsene. Besonders beunruhigend ist der Trend bei jungen Menschen: 30 % konsumieren Zigaretten, erhitzten Tabak oder E-Zigaretten. Betrachtet man den Mischkonsum, verdoppelt sich dieser Wert sogar. Hinzu kommt die neue Bedrohung durch Puff Bars, die Einweg-E-Zigaretten mit süßen, verführerischen Aromen, die besonders bei Jugendlichen immer beliebter werden. In manchen Ländern ist die Nutzung von E-Zigaretten bei Schulkindern bereits zwei- bis dreimal so groß als der klassische Zigarettenkonsum und das Verführungspotenzial der Puff Bars spitzt die Situation weiterhin zu.
„Für uns als LILT Bozen ist der Kampf gegen das Rauchen einer der Grundpfeiler der Krebsprävention, weshalb wir uns gezielt in den zweiten Klassen der Mittelschulen an die Jugendlichen wenden, weil sie zu diesem Zeitpunkt besonders gefährdet sind, mit dem Rauchen zu beginnen“, so Gentilini. Unsere Ärztinnen und Ärzte klären über die schädlichen Auswirkungen des Rauchens auf, über die Abhängigkeit, die Schwierigkeit, davon loszukommen, sowie über die Folgen für die Umwelt. Die Risiken von E-Zigaretten sind fester Bestandteil unserer Informationskampagnen und wir werden unsere Aufklärungsarbeit an den Schulen auch in den kommenden Jahren fortsetzen“ garantiert die Nummer Eins der Bozner Liga.
In den letzten Jahren richtete sich der Fokus im Kampf gegen das Rauchen zunehmend auf die Strategien der Tabak- und Nikotinindustrie, die mit neuen Produkten, die oft den Einstieg in den klassischen Tabakkonsum fördern, gezielt junge Menschen ansprechen. Leider bleiben zahlreiche sinnvolle Vorschläge auf der Strecke, wie etwa die Streichung steuerlicher Vorteile für E-Zigaretten, das Gleichsetzen derselben mit klassischen Zigaretten im Hinblick auf Rauchverbote in öffentlichen Räumen oder Einschränkungen bei der Werbung. Bis es so weit ist, bleibt die präventive Aufklärung das wirksamste Mittel gegen das Phänomen. Während wir uns mit dem LILT-Motto „Ein Übel, das gut schmeckt, ist deswegen kein geringeres Übel“ weiterhin gegen E-Zigaretten und ihre verführerischen Aromen wenden, setzt man auf neue Wege, um mit der jungen Generation ins Gespräch zu kommen. Ein Beispiel: „Kemuri no giman – Rauchbetrug“, eine Manga-Kampagne in fünf Comic-Bänden, speziell entwickelt von LILT Mailand Monza Brianza gegen Puff Bars. Die Serie ist auf der nationalen LILT-Website veröffentlicht.